Diese Frage stellte sich, bei unserem Versuch plastikfrei einzukaufen, denn alle gängigen Handspülmittel werden in Plastikflaschen angeboten. In diesem Zusammenhang stellten wir uns die Frage: „Kann man auch ganz ohne Spülmittel Geschirr und Töpfe sauber bekommen?“ Wir haben es ausprobiert!
Spülen nur mit heißem bzw. warmem Wasser
Bei einer frisch benutzten Kaffee-Tasse oder dem Frühstücks-Teller reicht oft schon fließendes, warmes Wasser. Einfach den Warm-Wasserhahn aufdrehen, Tasse und Teller darunter halten, mit der Hand kurz abspülen und fertig. Zum Trocknen auf die Spülablage legen. Auch fettige Pfannen und Töpfe kann man zuerst einmal unter heißem, fließendem Wasser kurz abspülen, wobei sich das meiste Fett bereits löst. Stark verschmutzte Töpfe kann man sofort nach Gebrauch mit etwas heißem Wasser füllen und einweichen lassen. Schüsseln oder Teller mit eingetrockneten Essenresten kann man auch wunderbar mit heißem Wasser bedeckt in der Spüle einweichen.
Ergänzung, Januar 2024:
- Verwendet eine beschichtete Pfanne, bei der Ihr kein Fett oder nur ganz wenig Fett zum Backen oder Braten benötigt. Wir neigen ja häufig dazu, einfach zu viel Butter oder Öl in die Pfanne zu geben. 😉
- Wenn die Reste vom Fett in der Pfanne abgekühlt sind, benutzen wir seit längerer Zeit ein Küchentuch aus Papier, um das Fett aus der Pfanne zu holen. Wenn Ihr es geschickt anstellt, genügt ein Tuch, und die Pfanne ist so gut wie sauber und bestenfalls gleich wieder etwas eingefettet und gebrauchsfertig.
Das Tuch mit dem Fett entsorgen wir dann im normalen Müll. In der Regel kann so das Spülen ganz entfallen oder es ist wesentlich weniger Wasser nötig, um eventuelle Reste aus der Pfanne zu bekommen.
Probiert es mal aus und teilt uns gern eure Erfahrungen mit. Wir sind gespannt.
- Pfanne heiß gespült
- Pfanne trocken gewischt
PS. Bei Gläsern funktioniert das Spülen nur mit heißem bzw. warmem Wasser und dem Schwammtuch im Allgemeinen auch sehr gut. Am besten Sie polieren die Gläser gleich nach dem Spülen mit einem frischen Geschirrtuch. Bei hartnäckigem Lippenstift muss vielleicht auch „ein Tropfen“ (!!) Spülmittel ran!
Spülen mit einem Öko-Schwammtuch
Wem das Spülen mit der Hand zu unangenehm ist, der kann gern auch ein Öko-Schwammtuch benutzen, z.B. das „Eco Sponge“ von memo. Es wurde ausschließlich aus ökologischen Rohstoffen wie Zellulose, Baumwollfaser und Glaubersalz (sorgt für die Porenbildung und damit für die hohe Saugfähigkeit des Materials) hergestellt, verzichtet auf Synthetikgitter und künstliche Feuchtmacher und ist trotzdem extra saugstark. Sie können es bei bis zu 60°C waschen, es ist also wieder verwendbar, und 100% verrottbar. Gegenüber den konventionellen Schwammtüchern ist es dünner, fester und eben trocken. Einmal unter den Wasserhahn gehalten, funktioniert er wie die Konventionellen seiner Art. In einer Packung sind 3 Stück, die gibt es bei memolife ab 1,89 Euro.
- Links klassisch-Rechts Öko
- Memo Öko-Nass-Trocken
- Memo-Schwammtusch im Einsatz
Ergänzung Februar 2014 – Das Memolife Schwammtuch nach der Wäsche
Spülen mit dem Sonett Öko-Spülschwamm
Den neuen Öko-Spülschwamm von sonett haben wir bereits in unserem Bericht „Sonett Öko-Spülschwamm im Härtetest“ vorgestellt. Der hilft, wenn der Schmutz etwas hartnäckiger ist. Auch ihn können Sie waschen und mehrfach wieder verwenden. (Zur Reinigung des Gartengrills ist er nicht zu empfehlen!) Den Ökospülschwamm gibt es im Bio-Supermarkt, Naturwarenhandel oder Internet im Zweierpack ab ca. 2,85 Euro.
Mehr über Sonett erfahrt ihr in unserem Sonett Unternehmensporträt.
Spülen und Reinigen mit dem „Redecker Kupfertuch“
Wenn die Gitter vom Gartengrill mal wieder richtig sauber werden sollen oder Angebranntes aus Töpfen und Pfannen verschwinden muss, können wir das Kupfertuch empfehlen. Kupfer ist ein Weichmetall, das im nassen Zustand keine Kratzer hinterlässt. Deshalb heben die feinen Fäden des Kupfertuchs auch hartnäckigen Schmutz behutsam ab. Verwenden Sie reichlich Wasser, wenn Sie mit dem Kupfertuch arbeiten. Neben Grill, Topf, Pfanne, Herd und Edelstahl, können Sie mit dem Kupfertuch auch ihr Ceranfeld, Glas (z.B. für Kalkablagerungen bei Einbauduschen aus Glas) gründlich und schonend reinigen.
- Mit Wasser + Kupfertuch
- Ceranfeld stark verschmutzt
- sauberes Ceranfeld
Nicht für Teflon und teflonähnliche Flächen geeignet! Vorsicht auch bei beschichteten Pfannen und Eisenpfannen. Eisenpfannen benötigen nach der Reinigung NUR mit Wasser eine dünne Ölschicht, damit Sie bei z.B. bei hoher Luftfeuchtigkeit in der Küche nicht rosten.
Fahrrad-, Motorrad- und Auto-Fans aufgepasst! Mit dem Kupfertuch lassen sich Fahrrad und Motorrad genauso ideal reinigen, wie Scheiben, Chromteile und Alu-Felgen beim Auto.
Ergänzung, Februar 2025:
Das Kupfertuch leiste auch beim Reinigen von Duschwänden aus Glas sehr gute Dienste. Über die Zeit setzt sich bei uns immer etwas Kalk an den Glasflächen ab und lässt sie stumpf und fleckig erscheinen. Diese Kalkflecken zu entfernen, sollten die Glasflächen feucht oder nass sein. Anschließend „weiche“ ich mit etwas Spülmittel oder Natron die Glasflächen ein. Nun kommt das feuchte Kupfertuch zum Einsatz, mit dem ich die Glaswände der Dusche intensiv in Kreisbewegung mit dem Kupfertuch putze. Zum Schluss spüle ich die Glasflächen mit kaltem Wasser kurz ab und und zieht das zurückgebliebenen Wassertropfen mit dem Duschglasabzieher ab. Fertig! 😉
Das Redecker-Kupfertuch ist doppellagig, recht langlebig und in der Waschmaschine bei 60°C waschbar, natürlich unbedingt ein Wäschenetz benutzen! Im Naturwarenhandel, Bio-Supermarkt und Internet, gibt es das Redecker-Kupfertuch im 2erPack zwischen 5,- und 6,- Euro zu kaufen.
– Probieren Sie es einfach mal aus – Das Spülen mit der Hand und ohne Spülmittel!
– Berichten Sie mir bitte über ihre Erfahrungen!
– Ich freue mich über ihre Erlebnisse „mit ohne Spülmittel“!
Auch wenn der Schwamm super ist, mich nervt das lange spülen doch sehr. Hier kann ich meine Zeit anders investieren und lieber den AEG Geschirrspüler die Arbeit machen lassen. Bei einer Großfamilie, würde das sonst wirklich Ausmaße annehmen.
Das kann ich gut verstehen, moderne Geschirrspüler können das Leben leichter machen. 😉
Ich finde es seltsam. Das Wunderding muss auch hergestellt werden (aus Rohstoffen) und es muss auch wieder entsorgt werden!!! Scheuer-Milch finde ich weiterhin umweltfreundlicher.
Wo man sie gut einsetzen kann – sicher eine gute Alternative. Allerdings muss sie auch hergestellt und verpackt werden. 😉
Um Pfannen sauber zu kriegen, sie mit Wasser befüllen und das Wasser zum Kochen bringen. Während das Wasser kocht das Angebrannte mit einem Holzschaber losschaben.
So löst sich das Angebrannte sehr gut. Anschließend unter heißem Wasser mit Schwamm und ohne Spülmittel die Pfanne sauber machen.
Diese Methode wurde in der Gebrauchsanweisung meiner Eisenpfannen und Gußtöpfe beschrieben. Funktioniert aber auch für andere Arten von Töpfen.
Anschließend die Pfanne bzw. Topf mit etwas Öl einreiben, soweit diese Eisen- oder Gußtöpfe sind. Zudem kann sich so mit der Zeit auf solche Töpfe eine Patina bilden, die anbrennen verhindert.
Danke für deinen Tipp.
Man kriegt ja nicht alles nur mit Wasser sauber, daher finde ich das hier total interessant:
http://leben-ohne-plastik.blogspot.de/2011/10/geschirrspulen-mit-kastanien.html
Hab ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber sofort nachholen, wenn wieder Kastanienzeit ist.
Bei der nächsten Kastanienernte werden wir das auf jeden Fall auch probieren. Hätte ich nicht gedacht, dass Kastanien so gut Fett lösen. Interessanter Bericht! Danke für den Tipp.
Hallo,
auf der Seite kommt:
„Dieser Blog steht nur geladenen Lesern zur Verfügung.“…? Kannst Du mich bitte einladen?
Hallo Birgit!
Freut mich, dass mein Tipp gut ankommt. Wir sind wirklich sehr zufrieden damit und können uns was anderes gar nicht mehr vorstellen. Es war eine deutliche Verbesserung gegenüber dem, was wir vorher hatten (also Standardschwamm und Spültuch aus Kunststoff)
lg
Maria
Ich verwende zum Abwaschen entweder Waschlappen aus Baumwolle bzw. habe mir aus alten Handtüchern, die stellenweise bereits Löcher hatten, Abwaschtücher genäht.
Das funktioniert besser als mit jedem gekauften Tuch und hat zusätzlich den Vorteil, dass ich sie täglich waschen kann und sie so hygienischer sind.
lg
Maria
Liebe Maria, danke für Ihren Kommentar. Ihre Methode ist sicher die umweltfreundlichste Variante. Was nicht erst hergestellt werden muss, muss man auch nicht entsorgen, egal wie umweltfreundlich das möglich wäre. Außerdem machen Sie ja upcycling, damit sind Sie auch noch in. Ihren Tipp möchten wir unbedingt weiter empfehlen!!!